Besuch am einstigen Familiensitz. Graf und Gräfin Andlau im Andlauschen Haus

Besuch am einstigen Familiensitz. Graf und Gräfin Andlau im Andlauschen Haus Freiburg. Auf Einladung des Caritasverbandes Freiburg-Stadt besuchten Comte Raymond d’Andlau-Hombourg und seine Frau Anne Isabelle Ende April das Münsterforum in Freiburg. Der Kontakt zu der im elsässischen Stotzheim lebenden gräflichen Familie war durch Prof. Dr. Rolf Denk, den ehemaligen Rektor der PH in Freiburg zustande gekommen, der die Gäste mit seiner Frau und Freunden begleitete. Linus Becherer, Erzbischöflicher Verwaltungsdirektor, begrüßte die Gäste im Münsterforum.

Die 1144 erstmals urkundlich erwähnten Herren von Andlau gehören zu einem alten Adelsgeschlecht des Elsass und führen ihren Namen nach der Klosterstadt Andlau am Fuß der Vogesen, wo sich der Stammsitz befand.

Im Saal des Obergeschosses mit Blick auf den „schönsten Turm auf der Christenheit” stellte Baudirektor Anton Bauhofer vom Erzbischöflichen Bauamt das 2020 fertiggestellte Gebäude, seine Vergangenheit und die von ihm betreute Planung des Neubaus vor:
Von den Erben der Andlau-Birsecki hatte die Erzdiözese das Gebäude 1910 erworben. Mit seinem hohen Dach galt es als eines der schönsten spätbarocken Bürgerhäuser in Freiburg. Am 27. November 1944 wurde das nach wie vor Andlausches Haus genannte Palais zerstört. Nach dem Abbruch der Ruine diente das Grundstück jahrzehntelang als „schönster Parkplatz Freiburgs”. Das erste Projekt eines neuen Bischofshauses an dessen Stelle wurde nach der Diskussion um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zurückgestellt. Bei der Wiederaufnahme der Planung wurde die Nutzung als Münsterforum ins Zentrum gestellt, in dem kirchliche Arbeit öffentlichkeitswirksam präsentiert werden sollte.

Rainer Gantert, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Freiburg-Stadt e. V., sprach über das Konzept und den Betrieb des Café Inklusiv, in dem Menschen mit Behinderung mit großem Elan und viel Freude arbeiten. Dies fördere das Miteinander in der Gesellschaft und die Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung. In das Münsterforum und die Arbeit des c-Punkt führte Susanna Czech-Lepold ein.

Beim gemeinsamen Mittagessen im Café Inklusiv begrüßte Dompfarrer und Stadtdekan Alexander Halter die Gäste als Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde und damit quasi Hausherr des neuen Andlauschen Hauses. Comte Raymond und Comtesse Anne Isabelle zeigten sich beeindruckt von der lebendigen Nutzung des Hauses, das auch Teil ihrer Familiengeschichte ist.

 

Redaktion: Peter Kalchthaler
Fotos: Nora Kelm