Internationale Schule im Römerhof heißt Gäste des SPD-Sommerprogramms willkommen

„Zu Besuch im Klassenzimmer“ lautete der Titel einer Veranstaltung des Sommerprogramms der Freiburger SPD. Als Mitglied im SPD-Kreisvorstand lud Ole Johannsen dazu ein, gemeinsam mit Stadtrat Walter Krögner die Internationale Schule im Römerhof des Caritasverbandes Freiburg-Stadt e. V. und ihr besonderes Konzept kennenzulernen.

Schulleiterin Eva Höck, ihre Stellvertreterin Daniela Boulanger und Abteilungsleiterin Ilona Müller freuten sich über das rege Interesse an der staatlich anerkannten Privatschule, denn trotz Ferienzeit und des heißen Sommerwetters folgten rund 25 Personen der Einladung.

Bis zu 200 Schülerinnen und Schüler mit mehr als 20 Nationalitäten werden am Römerhof, wie die Schule in der Hansjakobstraße auch genannt wird, unterrichtet. Ziel der Schule ist es, jungen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte im Alter von 15 bis 25 Jahren eine Chance auf einen mittleren Bildungsabschluss und damit auf einen beruflichen Werdegang und Integration in die deutsche Gesellschaft zu ermöglichen. Es komme hin und wieder auch vor, dass Absolventinnen und Absolventen der Schule im Anschluss das Gymnasium besuchten und die Fachhochschulreife erwerben, berichtet Eva Höck aus ihren Erfahrungen.

Der Unterricht erfolgt auf Deutsch, auch wenn viele der jungen Menschen in Vorbereitungsklassen die Sprache erst erlernen oder alphabetisiert werden müssen. „Die meisten unserer Lehrkräfte haben eine Zusatzausbildung für Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache“, erklärt Eva Höck während ihres etwa einstündigen Vortrages. Ob es angesichts so vieler Nationalitäten und Kulturen nicht häufig zu Konflikten und Auseinandersetzungen käme, lautete einer der Nachfragen aus dem Publikum. „Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich hier in der Schule sicher, daher erleben wir keine größeren Streitigkeiten. Aber selbstverständlich gibt es bei uns auch die normalen Auseinandersetzungen, wie in jeder Schule“, schildert die Schulleiterin aus ihrem Alltag.

Im Anschluss an Vortrag und Fragerunde folgte eine Führung durch das im Stil des süddeutschen Barocks errichtete Schulgebäude. Wie so oft in Küchen, entwickelte sich auch in der Lehrküche erneut ein Austausch zwischen den Gästen des Sommerprogramms und Eva Höck.

Unter Einfluss des Ergebnisses der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ergaben sich auch Fragen zum Aufenthaltsstatus der Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland. Dieser werde nicht erfasst, so Eva Höck. „Sie nehmen die Menschen also so an, wie sie sind“, folgerte eine Besucherin daraufhin. Ob es auch vorkomme, dass Schülerinnen und Schüler abgeschoben werden, wollte eine weitere Besucherin wissen. Ja, das komme auch vor und wirke sich demotivierend auf die Stimmung in einer Klasse aus. Denn die meisten der jungen Menschen am Römerhof entwickelten einen großen Ehrgeiz, ihren Abschluss zu erlangen und streben eine Ausbildung an, so Eva Höck.

Im Anschluss an das fast zweistündige Programm bedankte sich Stadtrat Walter Krögner bei Schulleiterin Eva Höck und ihrer Stellvertreterin Daniela Boulanger für die offenen Einblicke und würdigte ihre wichtige Arbeit, jungen Menschen mit besonderen Biografien Perspektiven zu eröffnen.

Freiburg, 10.9.2026

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