| Wohnangebote Videoclip "Ambulante Dienste für Menschen mit Behinderungen" (ca. 9 MB!)
Der Caritasverband Freiburg-Stadt versteht seine Assistenz als ganzheitliche Begleitung der Bewohner, die ihnen Hilfe zur Selbsthilfe, eigenverantwortliche Beteiligung, Entwickeln von Lebensperspektiven und Lebensbejahung ermöglichen soll. Die Bewohner werden unterstützt, ihre freie Zeit in der Gemeinschaft mit den Mitbewohnern und nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten. Die Individualität des Einzelnen, die Berücksichtigung der Lebensgeschichte und -erfahrung und die Wünsche und Grenzen bestimmen das Handeln der verantwortlichen Mitarbeiter. In der ganzheitlichen Begleitung sind fachlich qualifizierte Mitarbeiter mit unterschiedlicher beruflicher Orientierung eingesetzt, z.B. Heilerziehungspfleger und Krankenschwestern /-pfleger. Im Rahmen seiner Arbeit bietet der Caritasverband Freiburg-Stadt in Zusammenarbeit mit mehreren Fachschulen auch Ausbildungsplätze zum Heilerziehungspfleger an. Insgesamt leben in den Wohneinrichtungen, die sich in Freiburg, March-Neuershausen, Heitersheim, Riegel, Bahlingen und Titisee-Neustadt befinden, mehr als 350 Personen. Weitere Plätze befinden sich im Bau bzw. in Planung.
Das Wohnangebot umfasst verschiedene Wohnformen: Wohngruppen In den Wohngruppen leben maximal zwölf Frauen und Männer, die einer umfassenden, ganzheitlichen Begleitung und Betreuung bedürfen. Hierzu gehört: Unterstützung zur eigenverantwortlichen Mitwirkung im lebenspraktischen Bereich und im Gruppenalltag, Entwickeln von sozialen Kompetenzen sowie im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten des einzelnen der Aufbau von Lebensperspektiven. Fast alle Bewohner gehen tagsüber in die Caritaswerkstätten St. Georg. Unter dem Begriff Lebenslanges Wohnen" versteht der Caritasverband Freiburg-Stadt, dass auch alt gewordene Bewohner, die nicht mehr in der Lage sind, einer Beschäftigung nachzugehen, ganztägig Begleitung und Pflege erfahren können.
Pflege- und Betreuungsgruppen In den Pflege- und Betreuungsgruppen leben Menschen, die aufgrund ihrer besonderen Behinderung auf intensive Begleitung und Pflege angewiesen sind. Hierzu zählen zum Beispiel die Kommunikation mit nicht sprechenden Menschen und die Förderung von Eigeninitiative und Selbstbestimmung entsprechend den individuellen Möglichkeiten. Ergänzend zur Betreuung, Begleitung und Pflege, die in der Wohneinrichtung angeboten wird, besuchen die Bewohner das tagesstrukturierende Angebot der Förder- und Betreuungsgruppe in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.
Tagesgruppe Dies ist ein Angebot für Menschen mit Behinderungen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer psychischen Befindlichkeit aus dem Produktionsprozess der Werkstätten ausgegliedert wurden. Es bietet eine Begleitung von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 - 16.00 Uhr. Vielfältige Angebote im kreativen, musischen und Freizeitbereich gehören ebenso zum Tagesablauf wie lebenspraktische Tätigkeiten.
Tagesgruppe für Schwerbehinderte Für schwerbehinderte Personen, die nicht werkstattfähig sind, gibt es im Bereich der Werkstätten die Förder- und Betreuungsgruppen. Diese Gruppen bieten ein intensives Betreuungs-, Förderungs- und Pflegeangebot für Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen. Im Haus Ulrika in Heitersheim, im Haus Michael in Riegel und im Haus Bahlingen in Bahlingen wurde dieses Angebot auch innerhalb des Wohnhauses eingerichtet. Für diese Art der Betreuung spricht die Situation, dass nicht für alle Heimbewohner die strikte Trennung in zwei Lebensbereiche (Werkstatt und Wohnheim) sinnvoll ist.
Trainingswohnen Der Trainingswohnbereich ermöglicht es den dort lebenden Bewohnern, lebenspraktische Fertigkeiten gezielt einzuüben. Das Trainingswohnen ist das Bindeglied zwischen Wohngruppe und Außenwohngruppe. In der Struktur einer Wohngruppe werden die Fähigkeiten trainiert, die für einen Wechsel in eine Außenwohngruppe notwendig sind. Dies umfasst den Erwerb von sozialen Kompetenzen, Umgang mit Geld, Einkaufen, kleine Mahlzeiten zubereiten, Wäschepflege, aber auch gezielte Freizeitgestaltung.
Außenwohngruppen Es gibt eine Reihe von Wohngruppen, meist in Form von kleinen Wohngemeinschaften für Personen, die keinen durchgehenden Hilfebedarf (mehr) haben. Hierzu gehört, dass die Bewohner genügend soziale Kompetenz besitzen, um ihren Alltag weitgehend selbstständig gestalten zu können. Außerdem sollen die Bewohner im lebenspraktischen Bereich soweit selbstständig sein, dass sie mit vorbereitender Unterstützung z.B. selbstständig einkaufen, mit Geld umgehen und hauswirtschaftliche Tätigkeiten leisten können. Zur Unterstützung und zur Vorbereitung auf das Betreute Wohnen können die Bewohner der außenliegenden Wohngruppen auch am Angebot der Wohnschule teilnehmen.
Wohnschule Grundsätzlich soll jeder Bewohner in der Wohnform leben können, die ihm die weitestgehende Selbstentfaltung und Selbstständigkeit ermöglicht. Dazu bedarf es der Vorbereitung und des gezielten Trainings von Alltagssituationen. Ein besonderes Übungsfeld hierzu bietet das Wohnschul-angebot. Es richtet sich an Personen, die motiviert sind, weitere soziale Kompetenzen und lebenspraktische Fähigkeiten zu erlernen. Ausgehend von den individuellen Ressourcen werden mit den entsprechenden Personen in Absprache mit den Mitarbeitern der Werkstätten Lernabschnitte und -ziele vereinbart. In regelmäßigen Standortgesprächen mit den Betroffenen findet eine gemeinsame Überprüfung der Lerninhalte statt. Das Wohnschulprogramm berücksichtigt die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner und ermöglicht ihnen eine Zielfindung im Rahmen ihrer Lebensperspektive. Das Wohnschulprogramm ist an den vorhandenen Fähigkeiten der Teilnehmer orientiert und strebt eine selbstständige Gestaltung des Alltags an. Schwerpunkte sind das Lernen des Sozialverhaltens und das Einüben in die Kooperation mit Mitbewohnern, ebenso eine Vielzahl lebenspraktischer Elemente. Ambulante Wohnschule Das Angebot der ambulanten Wohnschule wendet sich an die Zielgruppe der Teilnehmer des Betreuten Wohnens, an Werkstattmitarbeiter, die noch zu Hause leben, Schulabgänger der entsprechenden Schulen und an Bewohner der Häuser, die keine eigene Wohnschule vorhalten. Inhalte und Ziele dieses Angebots ergeben sich im wesentlichen aus denen der Wohnschule.
Ambulant Betreutes Wohnen Beim Betreuten Wohnen werden Personen begleitet, die selbstständig wohnen, partiell jedoch Begleitung und Hilfe benötigen. Die Bewohner mieten in der Regel eine eigene Wohnung an und bestreiten ihren Lebensunterhalt aus eigenen Einkünften, wenn diese nicht ausreichen, aus Mitteln der Grundsicherung. Die Begleitung, die je nach Bedarf alle Lebensbereiche umfassen kann, beschränkt sich auf drei bis sieben Stunden pro Woche und erfolgt durch pädagogische Fachkräfte.
Ambulant Begleitetes Wohnen Bei dieser Wohnform wird die Aufnahme von einem, höchstens zwei erwachsenen Menschen mit Behinderungen auf Dauer in eine Gastfamilie, verbunden mit pädagogischer Begleitung und Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal, ermöglicht. Die betroffenen Familien oder Personen sollen dazu bereit und in der Lage sein, dem Menschen mit Behinderungen Familienanschluss zu bieten. Der Besuch einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in der näheren Umgebung ist weiterhin möglich. Die Familie soll in angemessener Form für Ernährung, Unterkunft, Kleidung und ärztliche Betreuung sorgen sowie ihn im privaten Bereich, bei der Arbeit und bei der Gestaltung der Freizeit anleiten und unterstützen. Die Familien erhalten ein Betreuungsgeld, das die entstehenden Kosten decken soll. Auch Geschwister können im Rahmen des begleiteten Wohnens betreut werden.
Impressum - Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.
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